NICK MELLOW | Verdingkind-Enkel singt für Vergessene #24

Shownotes

Folge 24 Musiker Nick Mellow hat über 1,5 Millionen Spotify-Streams, spielt grosse Festivals und ist regelmässig im Radio zu hören. Und trotzdem fehlt ihm manchmal etwas. Gemeinsam mit Comedian Matthias Hauser spricht er offen über Vergleiche, Sehnsüchte und das Gefühl, nicht genug zu haben, obwohl man eigentlich alles hat. In dieser Folge geht es aber auch um die Magie der Musik. Matthias pitcht Nick Mellow kurzerhand eine Idee für einen neuen Song, und dieser erzählt von seiner neuen Single «Forget Me Nots» und was sie mit seiner Grossmutter zu tun hat, die ein Verdingkind war.

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Tickets für die Comedyshows von Matthias Hauser : 10. September in Schaffhausen und 12. November in Laufenburg AG.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Ist es begrünt für dich?

00:00:01: Ja, ist wunderbar.

00:00:03: Super schön im Garten!

00:00:05: Schön, dass wir die Tradition fortführen können.

00:00:08: Ich mache jetzt alle Gespräche mit Musikern im Garten.

00:00:13: Du meinst ja auch, ich habe schon

00:00:17: gesehen... Bei Bernarda Brunowitsch war ich auch im Garte.

00:00:22: Wenn man einen Garten hat, bietet sich das halt wundervoll an.

00:00:28: Hallo miteinander und herzlich willkommen zu einer neuen Episode von meinem Podcast.

00:00:32: Heute mit einem wunderbaren und unglaublichen Musiker, Nick Mello.

00:00:40: Herzlich Willkommen!

00:00:42: Sehr schön.

00:00:43: Ja, darf ich hier sein im wunderbaren Garten?

00:00:46: Echt ein lauschiges Schattenplätzchen.

00:00:49: Absolut grossartig.

00:00:51: Der Ort hier... Was bedeutet dir persönlich so?

00:00:55: Ist es schon cool, wenn man einen Garten hat?

00:00:58: Ich würde sagen, das bedeutet mir sehr viel.

00:01:01: Immer mehr auch.

00:01:03: Jetzt bin ich gestern von der Ferie nach Hause gekommen und es

00:01:05: waren

00:01:06: zwei sehr schöne inspirierende Wochen gewesen.

00:01:09: Es war viel umeinander, vieles gesehen.

00:01:11: Und dann aber doch wieder hierher zurückgekommen und zu merken, ja... Das ist toll!

00:01:16: Aber wir könnten einfach mal zwei, drei, vier Wochen so sein und den Garten geniessen.

00:01:23: Ich merke schon, dass es ein Ort ist, wo viele ... Passiert, also auch songwritingmäßig zum Beispiel.

00:01:32: Viele Ideen, die hier standkommen.

00:01:35: Ich habe auch das Privileg, dass sie immer wieder Gäste haben dürfen, die mit mir schreiben.

00:01:41: Entweder für mich oder ich darf dafür sein, hier zu schreiben und ja, da habe ich so ein bisschen gelernt, dass es sehr toll sein Gast geben kann.

00:01:52: Ja, dass so viele Tolls schon hier entstehen dürfen.

00:01:56: Und ich bin auch ein totaler... ...Zum Morgen-Liebhaber.

00:02:01: Dann

00:02:01: heisst es, ich lege dir die Slow Mournings am Morgen in den Garten aus der Hocke an die Tische und einfach mal schnell eine Stunde morgens Kaffee trinken.

00:02:12: Und ist das so klischemäßig am Nachmittag um zwei Uhr?

00:02:15: Nein, nein!

00:02:17: Ich würde sagen so... Die optimale Zeit ist am neun.

00:02:23: Wir nehmen wirklich ein Stündel in die Zeit und dann langsam los.

00:02:28: Aber ich habe ja schon auch nicht nur das Musiker-Dosi, d.h.

00:02:34: eine andere Verpflichtung oder einen anderen Job.

00:02:37: Sie schauen immer, dass ich dann schon bereit bin.

00:02:40: Hast du jetzt keine pure Klische?

00:02:41: Wie kann man sich das vorstellen?

00:02:45: Neben der Songwriting passiert auch hier im Garten

00:02:48: ...

00:02:49: Wenn du z.B.

00:02:50: alleine schreibst, bist du einfach mit der Gitarre irgendwo in einem Ort und spielst?

00:02:56: Ja voll!

00:02:59: Ich suche mir irgendwo... Es gibt eine Garde sehr diffgrosses, es gibt viele verschiedene Plätze und ich merke auch immer wieder, dass es hilft manchmal den Platz zu wechseln.

00:03:09: Hängematten habe ich ja gesehen, das ist inspirierend oder?

00:03:15: Es ist halt schon sehr bequem.

00:03:16: Manchmal wird man sehr schnell müde, darum ist es die optimale Arbeitsatmosphäre.

00:03:27: Aber ich finde so häufig steht ... Wir haben ein Banklis selber gebaut, das steht auch an der Hausmauer und dort bin ich sehr viel.

00:03:37: Das ist eine sehr schöne Norde Gerade wenn es so heiss ist, wo es Schatten hat.

00:03:46: Es ist wie sonst mit dem Leben, wenn einem an einem Ort nicht wohl ist oder nicht inspiriert fühlt, dann geht man an den nächsten Ort und der Garten hat mehr als genug Orte zu bieten, um sich aufzuhalten.

00:04:04: Warten bis einem die Idee zu fliegen.

00:04:06: Man sagt ja auch in der Ergonomie, die nächste Position ist die beste oder so?

00:04:12: Ja stimmt dich das irgendwie auch schon mal so gehört?

00:04:17: Bist du einer der inneren von den Musikherren-Songen?

00:04:20: geht eine neue Idee?

00:04:21: Oder viel auch mit dem Text sehr schaffst?

00:04:25: Oder geht das ein wenig Hand in Hand?

00:04:27: Ich würde sagen, ich habe viele mehr musikalische Ideen.

00:04:35: V.a.

00:04:35: Melodien, die wir über längere Tage, manchmal mehrere Wochen begleiten.

00:04:44: Und dann ist es der nächste Step, das oft passiert oder muss passieren.

00:04:52: Manchmal gibt es einfach ein Wort oder einen Satz, der vorgibt, woher das Dreis führt und den Rahmen steckt ... Der thematische Inhaltlich-Ramen für den Song.

00:05:05: Und ähm... Ja?

00:05:08: Ich versuche dann, der Gott um einen Text und ich zähle aneinander rein und schaue, wie die matchen zusammen und so entsteht ein grosses Ganze.

00:05:20: Auch das

00:05:21: ist schon so der gewohnte Ablauf.

00:05:22: Ich bin weniger der, der ganze Text schreibt und dann versucht er in ein musikalisches Gewand zu packen.

00:05:30: Also bist du auch nicht unbedingt einer, Gedicht, Schreibt oder Text?

00:05:35: Nein.

00:05:36: Und es ist lustig ... die allermeisten Leute, die ich mit ihnen zusammenarbeiten muss, dann geht's gleich.

00:05:45: Häufig ist auch wenn jemand zu mir kommt und mit mir ein Song schreiben möchte, dass er das anliegt.

00:05:52: Ich habe eine Idee, aber textisch bin ich ... bin ich noch nicht so ready und dann probieren wir die gemeinsam herauszufinden, wie man das cool umsetzen

00:06:02: könnte.

00:06:03: Heute Morgen ist mir eine Idee gekommen beim Morgennessen wo mein Sohn wieder einmal gesagt hat jetzt not a deep.

00:06:10: Er ist jetzt elf Jahre alt und wirft natürlich mit solchen Sachen um sich oder?

00:06:15: Und dann denke ich, dass wäre eigentlich noch eine catchy.

00:06:18: Ziele für den Hook.

00:06:20: Ja!

00:06:20: Und die Idee vom Song wäre irgendwie so ein bisschen... Man tut es so also wäre es nicht so deep, aber eigentlich spürt man durch den Song, dass es einem immer noch sehr verletzt

00:06:33: ist.

00:06:34: Ja voll?

00:06:35: Verzählst du irgendwie den Strophen

00:06:37: z.B.,

00:06:38: wie viel Aufwand du etwas reinsteckst, aber irgendwie ... Du bist nicht zu recht sackside oder erfolgreich

00:06:46: etc.?

00:06:46: Ja

00:06:47: ja, voll!

00:06:48: Oder kannst du vielleicht von einer Person die Antwort über die Aufmerksamkeit erhoffst?

00:06:55: Und dann

00:06:55: sagst du irgendwie im Refrain, es ist nicht so schlimm und es tut eigentlich auch nicht weh.

00:07:04: Sehr sehr guten Ansatz.

00:07:06: Du spricht ja auch den Storyteller aus dir.

00:07:10: Das geht bei dir immer darum oder?

00:07:14: Geschichten

00:07:15: oder Anekdoten möglichst poetiert überzubringen.

00:07:22: Ich glaube, Humor ist schon etwas, das auch in der Musik sehr gut funktioniert.

00:07:28: Wie auch sonst in der Comedy, ich mir vorstelle, dass es nicht so einfach ist.

00:07:38: Dass es nicht platt wirkt, sondern dass es irgendwie smart überkommt.

00:07:44: Aber findest du es einfach?

00:07:45: Weisst du zum Beispiel im Song etwas als platzieren?

00:07:49: Manchmal ist ja Ironie etwas schwierig, oder?

00:07:51: Ich

00:07:51: finde es sehr schwierig.

00:07:53: Ja.

00:07:53: Ehrlich gesagt... Also eben darum... ich finde die Idee super!

00:07:58: Wie überlegt habe ich mir jetzt, wie oft habe ich schon irgendwie was Witziges in einem Song verpackt und du hast so einen Gämpferl.

00:08:10: Ist mir bis jetzt nie so ein Sinn gekommen.

00:08:14: Ich kann mir vorstellen ... Einmal hatte ich eine Session und dort stand der Vibe.

00:08:22: Es war eine sehr lustige Session.

00:08:24: Ich glaube, so kann das gut entstehen.

00:08:28: Wenn du zum Beispiel im Songwritingcamp bist oder in einer Konstellation, die es meist aussah, weil es einfach lustig ist und man hat gute Zeit und dann entsteht ... Ich glaube potenziell auch lustiger in Songs, als wenn man für sich allein über das Leben noch denkt und was einem gerade so nahe geht.

00:08:49: Das sind dann auch diese Themen, die einfacher fallen aus meiner Perspektive zum Aus dem Leben geschöpft eine Geschichte erzählen, die vielleicht einem belastet oder beschäftigt.

00:09:01: Und das ist meistens nicht so lustig.

00:09:07: Ich finde es mir auch spannend, dass diese Skrepanze bei gewissen Leuten wie zum Beispiel Louis Capaldi sehr witzige Personen auf der Bühne Jokes machen und seine Songs, die eigentlich sehr traurig sind oder etwas ganz anderes transportieren.

00:09:23: Absolut!

00:09:23: Ja ich denke manchmal ist er so eine sehr spannende Figur wahnsinnig vielschichtig.

00:09:33: Das habe ich ja gedacht.

00:09:34: Hast du doch

00:09:37: geschaut?

00:09:37: Das ist

00:09:38: mir wahnsinnig untertut.

00:09:42: Ich glaube, es ist vieles ... Die ganze Witzigkeit auf der Bühne und neben der Bähne ist sicher auch eine grosse Coping-Strategie für ihn mit seinen sehr tiefen Abgründen umzugehen.

00:10:01: Vielleicht auch... Ich glaube, ich bin jetzt auch gerade so ein bisschen durch seine äußere Erscheinung und so etwas wie abzufedern.

00:10:11: Vielleicht auch aus der Vergangenheit, wo er vielleicht auch schwierige Erfahrungen gemacht hat und einfach gemerkt hat, hey, ich kann das Ganze irgendwie aufholen, damit ich unterhaltsam und witzig bin.

00:10:25: Ja, finde ich noch faszinierend.

00:10:30: Und es ist irgendwie oft Bekünstler dass man auch zwei Schlagseiten hat.

00:10:37: Bei Comedians ist man ja nicht nur der fröhliche und umbeschwerte Typ, sondern man hat oft etwas dräumerisches oder melancholisches Schwermütiges.

00:10:50: Ich weiss nicht, was bei dir so ist?

00:10:53: Definitiv!

00:10:54: Bei mir ist es vielleicht den Kontrast jetzt nicht.

00:11:02: ist das deine Visitenkarte, eine Lustung zu sein oder so.

00:11:08: Die Leute kennen einem so und darum ist es wahrscheinlich falls mehr ins Gewicht.

00:11:12: Ich glaube bei mir ist jetzt immer noch so dass die Leute das gut zusammenbringen.

00:11:21: also der Musiker, der halt viel übers Leben an denkt und ist häufig auch melancholisch getroffen.

00:11:30: Und ich glaube dieses Bild Das kommt schon zusammen.

00:11:36: Ich glaube, ich bin ... Schon eine Person, die sich viele Gedanken machten und viel hinter sind.

00:11:49: Ja... Ich würde sagen, ich habe schon grundsätzlich ein Lebensfreude in mir.

00:11:57: Aber ich bin sehr häufig melancholisch gestimmt.

00:12:02: Es ist schon ein Teil von mir.

00:12:04: Hast du bei dir das Gefühl, hier ist der Kontrast auch um?

00:12:09: Also weisst du so...

00:12:10: Ja ja.

00:12:11: Ja mega!

00:12:11: Dass es sich

00:12:12: nicht deckt oder dass es irgendwie...

00:12:15: Mein aktueller Programm heisst Null Negativ wie meine Blutgruppe und eigentlich die Lebensinstellung.

00:12:21: Aber gleichzeitig, obwohl ich wirklich sehr optimistisch immer bin und so, ich sage immer hoffnungslos, optimistische Gibt's auch immer diese Momente wo ich finde, ah, es misst doch... Zwar siebenundinzig Prozent happy, aber so diese drei Prozent stressen dich so mega.

00:12:38: Und es ist immer das Gefühl... ...dass und das müsste ich jetzt noch haben damit es besser geht oder irgendwie...

00:12:45: Warum haben die drei Prozent so viel Gewicht?

00:12:47: Ja voll!

00:12:48: Also...

00:12:49: Und wirklich zum Teil also etwas melancholisches oder solche Sachen nachhangen.

00:12:56: was wäre wenn weisst du so ein bisschen?

00:12:59: Und eigentlich wenn du das überlegst dass ich in diesem Alter Family und Job habe.

00:13:06: Ich kann mich als Comedian verwirklichen, das läuft.

00:13:10: Das ist eigentlich mega vieles.

00:13:12: Es ist absolut top!

00:13:14: Und gleichzeitig hast du immer das Gefühl, es sei wie ein Löchchen in dir drin.

00:13:24: Wie fühlst du dich

00:13:26: jetzt?

00:13:29: Die Schwermut oder die Suche nach irgendetwas...

00:13:33: Frech ist es auch ein altes Thema.

00:13:37: Ich denke schon, dass man in den Teenagerjahren Anfangs- und Mitte-Zwänzigen sehr stark von dieser Perspektive zärt, was er dann einmal ist.

00:13:51: Und ich kenne das von mir einfach, dass alles, was einem so ... Die funktioniert, die zufliegt.

00:14:02: In der Anfangszeit von einer Musikkarriere kam man dann einfach mal das Nimmt man an den Ruhmen hat nicht grosser Wartungen Aber das Fernziel, dass dann schon einmal die ganz grosse Bühne reinkommen und dass sie auch schon wie zum Weg dazugehört.

00:14:23: Das Bild ist fix irgendwo noch im Hinterkopf nach Jahren so Reality-Check, wo man dann auch merkt.

00:14:32: Ja es ist ... Auch wenn vieles läuft und funktioniert und schon funktioniert hat, ist es halt ... deckt sich das nicht mit der Wunschvorstellung.

00:14:46: Obwohl die Vorstellungen teilweise halt vielleicht utopisch sind.

00:14:50: Was ist deine schönste Vorstellung dieses Bezüglich?

00:14:54: Oder welche Bühne wäre es jetzt bei dir?

00:14:58: Hey... Es ist ein bisschen blöd, aber es ist schon... Ich bin aufgewachsen mit der Margobia fest.

00:15:09: Kennst du das?

00:15:11: Ja

00:15:11: also ich war noch nie, aber vom Namen kenne ich's natürlich.

00:15:14: Das war früher im Bierfeld.

00:15:16: Ich glaube zwischendurch war es mal weg und jetzt ist es wieder im Bierfelder.

00:15:20: Und das war halt ein Festival.

00:15:22: Früher war das gratis mit den weilen Kosten wie alles anderen auch.

00:15:26: Und die sind an diesem Wochenende... Das Stadt findet etwa achttausend Leute dort.

00:15:32: Es

00:15:32: ist wirklich huge, es ist krass gross!

00:15:36: Und

00:15:36: ich bin halt als Kind dort häufig gegangen an den Jugendlichen und das ist eine gigantische grosse Bühne.

00:15:43: Darum war so einer von diesen Bühnen, wo ich dachte, hey, hier aufzustehen.

00:15:55: Das wäre mega cool

00:15:56: und

00:15:56: es ist vielleicht auch realistisch.

00:15:59: Ja, also das hast du bis jetzt noch nicht gemacht.

00:16:01: Das

00:16:01: habe ich noch nicht gespielt aber es ist auch

00:16:04: recht... Hast du noch ein Heimbonus oder so?

00:16:08: Nein!

00:16:08: Es wurde besprochen sogar vor ein paar Jahren im Raum gestanden.

00:16:14: Aber ja natürlich ... Ich weiss dass der Barschein fast jedes Jahr dort ist.

00:16:19: Und dann müsste er vielleicht mal ablösen.

00:16:21: Ja voll absolut und da ist schon ... Größere Festival, weil sie auch schon angespielt war.

00:16:28: Absolut!

00:16:28: Support

00:16:29: für Hechte etc...

00:16:31: Ja ja, eben es ist sehr vieles gelaufen und darum ist das da was du vorhin angesprochen hast mit dem Loch teilweise so wie ein Sehnsucht nach mehr wo halt gleich noch jemand mitschwingt.

00:16:51: Ich

00:16:52: muss sagen mir hilft das sehr Gut durch den Alltag, wenn ich einen so tiefen oder merke, ich bleibe stehen.

00:17:03: Es läuft gerade nichts.

00:17:05: Dann hilft mir das schon manchmal wie vor meinem inneren Auge die ganze Liste durch von Meilenstein, wo wir von der letzten Jahre waren und dann kann ich schon davon zähren.

00:17:16: Und dann bin ich zwischendurch wieder etwas entspannt und sei so gut.

00:17:20: Ja, dankbar

00:17:21: auch.

00:17:21: Voll!

00:17:23: Und abgesehen von dem ... Ich muss aber auch sagen, es waren schöne Meilensteine.

00:17:29: Aber es ist offenbar nicht das, was einem glücklich macht.

00:17:37: Das Gefühl kennen alle durchs Band, die etwas mit Unterhaltung zu tun haben oder mit Erfolg.

00:17:49: Stars wie Ed Sheeran oder Lewis Gapaldi kennen diese Gefühle.

00:17:56: Du vergleichst dich in einem anderen Range?

00:17:58: Absolut,

00:17:59: ja!

00:18:00: Man vergleicht

00:18:00: sich auch nie gegraben, das ist auch noch so spannend.

00:18:02: Nein!

00:18:03: Man verglichet sich nie mit denen, die an

00:18:05: einem

00:18:06: anderen Punkt sind gegen Lune sozusagen.

00:18:08: Genau also so dass eigentlich jeder Song von mir wirklich in die Single von mir gut gespielt wird... im Radio.

00:18:19: Jeder Song ist in der Top-Hundert oder sogar in der top-fiften und andere haben keine Chance, auch nur eines einziges Mal im Radio gespielt

00:18:28: zu werden.

00:18:28: Also das sind so Sachen, die ich den Namen merke.

00:18:31: Ja gut!

00:18:34: Von dem verdienen wir vielleicht jetzt nicht gerade der goldige Nase aber dass es etwas... Das ist ein Achievement?

00:18:40: Ja absolut.

00:18:41: Und auf das darf man auch stolz sein.

00:18:48: Ja, ein Wert zu schreiben.

00:18:51: Und was ich finde bei dir und dem was du machst ist so etwas von unschätzbaren Werten.

00:18:56: also einerseits zum Beispiel beim Songwriting wenn du merkst jetzt kommt Magie drin Jetzt entsteht etwas.

00:19:04: Also ich finde das schon mal etwas was eigentlich nicht mit Geld bezahlen kannst und dann nachher wenn du es zum Beispiel produziert hast und aufgenommen hast und sie ist einfach da und du hinterläscht wie ein Stückchen etwas oder?

00:19:17: so mega vergänglich und etwas, was schnell wieder weg ist.

00:19:22: Und je nachdem überlebt sogar dich.

00:19:27: Dass du das machen kannst finde ich auch wirklich krass oder?

00:19:31: Voll!

00:19:32: Ich glaube dass ich in dem sehe ich auch eine grosse Magie.

00:19:39: Ein Song kann es so viel ins Rollen bringen.

00:19:48: Wie viele so irgendwie ... Hundertfünfzig, hundertfünftig Tausend Songs, glaube ich pro Tag.

00:19:56: Ja ja.

00:19:56: Und

00:19:56: dann auf Streamingplattformen.

00:19:58: Jeden Tag oder mit dem ganzen AI-Schüssel und einfach alles.

00:20:03: Die ganze Schwämme.

00:20:04: Und klar... Dann noch irgendwie davon träumen dass es das aus einem Song ein Hit gibt ist vielleicht utopisch.

00:20:11: aber was passiert?

00:20:13: Es gibt Songs die machen eine grosse Reise schon nur innerhalb der Schweizer Grenzen, wenn du es schaffst, dass plötzlich alle deinen Sohn kennen und dich mit diesem in Verbindung bringen.

00:20:26: Das passiert!

00:20:30: Jedes Jahr gibt es Artists, die das schaffen, dass hier eine Name in aller Munde ist und ein Song.

00:20:36: Und vor allem auch alles in den Wellen.

00:20:41: Alles kommt und geht.

00:20:42: Das ist auch etwas, was mich irgendwie ... wo man die Perspektive gibt und die Hoffnung, dass es immer ... Wenn mal ein Down kommt, geht das wirklich wieder rauf.

00:20:56: Es ist nicht einfach so ... Früher habe ich das in einer anderen Chronologie gedacht.

00:21:02: Ein Weg, der

00:21:03: konstant nach oben geht.

00:21:06: Und mit der Weile weiss ich, es gibt die Allfahrt und dann kommt es aber gut für den Optionen

00:21:10: zu.

00:21:11: Und das ist auch irgendwie langweilig, oder?

00:21:13: Auch von aussen gesehen, wenn man merkt okay, dieser Person gelingt wie alles.

00:21:17: Es gibt keinen Rückschläge.

00:21:18: Absolut!

00:21:19: Ist auch unmenschlich in diesem Sinne.

00:21:21: Ja ja.

00:21:22: Das gehört

00:21:22: dazu.

00:21:25: Wie ist es für dich?

00:21:25: Ich kann mir vorstellen dass also eben vergleichen vielleicht ein grosser Partys und so ich meine auch mit Social Media etc.

00:21:33: Wenn du zum Beispiel siehst ah da sind neue Künstler Und die dürfen auch auf der Anfangswelle, wo du angebrochen hast oder ziehend vielleicht an dir vorbei.

00:21:43: Wie geht es mit solchen Geschichten um?

00:21:45: Wenn du etwas siehst...

00:21:46: Ja das ist eben schon nicht immer gleich einfach.

00:21:54: Je nachdem was bei mir läuft finde ich so je voll geil.

00:21:58: Vielleicht habe ich sogar auch bei dieser Person etwas zugehalten.

00:22:02: Vielleicht sogar mal haben wir einen Song geschrieben.

00:22:05: Da denke ich einfach so, hey, so nice.

00:22:10: Und wenn ich gerade selber in einer Phase bin, bei der es mir nicht so gut geht oder wo ich sehr zweifel bin und am hadere, dann macht man logisch Mühe.

00:22:21: Dann wäre gelogen, wenn ich sagen würde, dass mich das nicht beschäftigen würde.

00:22:25: Und ich würde mir überlegen ... Ja, was schon ich eigentlich.

00:22:31: Aber eben gilt es irgendwie einfach mal So ein bisschen den subjektiven Blick einzustauschen, in das Objektive heran schauen.

00:22:45: Gut, hey!

00:22:46: Das ist schon gelaufen.

00:22:49: Und vielleicht auch immer mal wieder sich daran erinnern warum man das gemacht hat oder warum man es angefangen hat und was einem das gegeben hat vor zehn Jahren?

00:23:03: Die geile Zeit mit der Musik war wirklich ... würde ich sagen, der Moment, wo noch nichts draussen

00:23:14: war.

00:23:15: Der Moment, in dem ich selbst Songs geschrieben habe für mich.

00:23:22: Logisch in den Absicht, diese zu teilen, die Musik mit anderen.

00:23:28: Aber ich wusste einfach, dass ich diese Songs aufgenommen habe bei mir.

00:23:32: Ganz ganz einfach!

00:23:37: Die haben aber irgendwie funktioniert, die hatten etwas und ich wusste, das hat mir ultra Spass gemacht.

00:23:42: Hast du

00:23:44: vielleicht auch noch eine gewisse Unbeschwertheit gehabt?

00:23:46: Mega!

00:23:47: Kein Druck.

00:23:48: Das ist hier, wo ich vorhin angesprochen habe.

00:23:50: Alles was kommt, ist einfach nur Bonus.

00:23:52: Weil

00:23:53: ich habe

00:23:54: ja

00:23:55: noch nichts aus.

00:23:57: Und das ist ... Ich glaube, mein Zett ... Ich versuche immer wieder ganz bewusst in dieses Zurück zu tauchen.

00:24:06: Jede Song-Release sollte auch wieder Start Benau sein.

00:24:11: Es sollte Bono sein, denn wenn er nicht draussen ist, kann nichts passieren.

00:24:16: Wenn er draussen sein kann potenziell etwas sein oder auch nicht.

00:24:19: Aber verlieren du es nichts,

00:24:21: wenn

00:24:21: es nicht läuft?

00:24:22: Das ist manchmal nicht so einfach.

00:24:24: Ich habe genau das ein Song geschrieben.

00:24:27: Das ist jetzt noch nicht draus.

00:24:28: Aber es bedeutet mir sehr viel.

00:24:34: um das Thema zu gehen... Das alte ich vermisse, so dass das Mindset die Einstellung zu meiner Leidenschaft und Musik machen muss.

00:24:53: Ich freue mich wahnsinnig auszubringen.

00:24:55: Er ist wirklich eine sehr reale ehrliche Seite von mir.

00:25:03: Es kommt vor, ein Song zu zielen heisst ... There's a me-shaped hole in my heart.

00:25:12: Das ist das Loch, das wir vorhin vollgekommen haben.

00:25:16: Und es hat die Form von mir

00:25:18: und

00:25:18: meinem alten Eich.

00:25:22: Ich versuche das immer wieder zurückzugehen.

00:25:27: Es ist natürlich auch der Blick gegen Kinder, ist immer etwas idealisiert.

00:25:32: Also kennst

00:25:35: du vielleicht auch.

00:25:35: Ja ja,

00:25:36: das ist Nostalgie oder was?

00:25:37: Nostalgie,

00:25:38: genau.

00:25:38: Das sieht

00:25:38: uns ein bisschen positiv

00:25:39: an.

00:25:39: Genau und alles von denen ... Ich meine ich hatte dann Astrogles.

00:25:43: Oder vielleicht kennst Du auch von Deiner Anfangszeit als Community in der vielleicht auch noch weniger ein bewusst konzeptionelles Schaffen war schon bei einem Programm.

00:25:58: Sondern wie war es bei Dir?

00:26:00: Kennst Du das auch so?

00:26:02: Am Anfang ist es vor allem ein Prozess, um sich zu finden.

00:26:07: Um herauszufinden, wer wir eigentlich sind und über was wir reden müssen oder nicht.

00:26:12: Was ist dein Stil?

00:26:16: Hast du das auch anders erlebt als jetzt mit der anderen Leidenschaft?

00:26:26: Nein, die Leidschaft ist immer noch die gleiche, vielleicht sogar grösser geworden.

00:26:32: Aber das, was einem der meisten beschäftigt ist halt alles, was eigentlich nicht mit der Kunst selber zu tun hat.

00:26:38: Sondern mit der Vermarktung und die Ticketverkäufe, mit den E-Bewerbungen und so das Ganze.

00:26:47: Sich auch diese Auftritte jetzt erarbeiten oder organisieren.

00:26:51: Und mehr eigentlich so das ganze Administrativen, wo dich Dynamics zum Teil dann auch daran hindert... Zumal Zeit und Lust und Energie zu haben für das kreative Schaffen.

00:27:03: Ja, checki voll!

00:27:05: Es entzaubert halt das ganze Kreativ ein bisschen.

00:27:08: Das bremsen zwei Mengen aus... Ich mache glaube auch alles mehr als Musik.

00:27:14: Also muss ich ehrlich sagen, es ist Musik selber Songwriting, so einen kleinen Teil.

00:27:21: Alles andere mehr.

00:27:24: Aber das ist halt auch etwas ... in die heutige Zeit gehört und wo es schwierig ist, bewusst anders zu machen würde ich sagen.

00:27:36: Und hast du das Gefühl wegen dieser Leidenschaft?

00:27:38: Du willst sie wieder so haben wie früher oder darfst sie auch anders sein?

00:27:43: Weil genau das Gleiche kommt ja vielleicht auch nicht mehr, oder?

00:27:48: Nein... Plus

00:27:49: hast du noch den Vorteil von allen Erfahrungen, die du gemacht hast.

00:27:52: Voll!

00:27:52: Ja,

00:27:53: also das ist absolut recht.

00:27:55: Es ist natürlich... Wie soll ich sagen ... Man entwickelt sich ja als vollumfassend mit allem, was man ist.

00:28:07: Ich bin jetzt nicht die gleiche Person, als ich war vor zehn oder fünfzehn Jahren.

00:28:12: und mit all dem wandeln ... Also der Wandel des Zeitgeistes, des Konsums von den Erfahrungen, das ist mega wichtig!

00:28:22: Der Erfahrungsschatz darf man wirklich nicht unterschätzen, merke ich auch gegenüber jüngeren Artists... Riesenvorsprung, dass sie vielleicht gewisse Abzweigungen bereits schon genommen haben.

00:28:39: Also absolut!

00:28:43: Ich glaube auch, dass wir diese Leidenschaft auch anders denken oder neue Sachen entdecken, die dazu kommen.

00:28:48: Ebenso wie ein Malan von Videoclips selber machen oder so.

00:28:56: Oder das auch spannende Format Sonst mit den Formaten entstehen, die auch Spaß machen können.

00:29:06: Manchmal ist das Ganze vielleicht auch in meiner Vorstellung etwas romantisiert und ein bisschen erklärt mit dem Herrhocken und der Song schreiben.

00:29:14: Vielleicht darf es auch wachsen ohne Zeit.

00:29:17: Stimmt schon!

00:29:19: Du hast ja die Songwriting-Sessions mit anderen Leuten angesprochen wie... Was gibt er da?

00:29:24: Willst du mit anderen zusammen etwas zu arbeiten?

00:29:28: Mega viel!

00:29:29: Und das sind auch Momente, wo es zurückkommt.

00:29:32: Wo ich merke, warum sind wir hier?

00:29:35: Warum sind wir in diesem Studio jetzt dritten zu vierten?

00:29:40: Machen irgendetwas und den Farschein im Zug ... Ich will dann mal gleich das Thema lassen und denke so, yes!

00:29:47: Das ist wie ein ... Wie kommt's denn eigentlich schon etwas vor?

00:29:54: Wenn du auf der Poststelle schaffst und vielleicht eine Mauer gemacht hast, und du siehst, das ist schon die Mauer.

00:29:59: Und

00:29:59: bei mir steht dann halt so ein Fundament, wenn du diese beiden Arbeiten überhaupt nicht vergleichen kannst.

00:30:06: Aber ich habe auch noch einen anderen Job als Sozialpädagog und dort sehe ich zum Beispiel am Obenin was ich mache.

00:30:13: Weisst du

00:30:13: wie ich meine?

00:30:14: Es ist tatsächlich ... Speziell das klingt, aber meine Arbeit als Musiker ist teilweise fast greifbar und sichtbar.

00:30:22: Ja weil du wie etwas wirklich produzierst.

00:30:25: Genau,

00:30:26: ja stimmt!

00:30:29: Habe ich nie so überlegt, aber es ist echt so.

00:30:32: Wie kann man sich das vorstellen?

00:30:34: Also gehst du hauptsächlich mit einer Idee in eine Session oder fängt man da ein bisschen bei Null an... Ja, wie funktioniert das?

00:30:43: Es ist ein

00:30:44: bisschen unterschiedlich.

00:30:50: Teilweise ist es so, dass man im Studio etwas für mich ist oder für einen anderen Künstler.

00:31:01: Und dann schämen wir einfach mal los und tauschen die Ideen aus.

00:31:04: Ich habe jetzt auch etwas Erfahrungen gemacht, dass es manchmal schon ein bisschen Entspannung darin bringt.

00:31:12: Wenn man sich vorhin schon mal getroffen hat und vielleicht einen Songskizze erarbeitet, dann kann man die Studiozeit brauchen um das Demo aufnehmen oder etwas weiterarbeiten.

00:31:30: Ganz unterschiedlich!

00:31:32: Es ist wirklich jedes Mal ein bisschen anders.

00:31:34: Aber ich muss jetzt auch sagen, dass in den letzten ... einem ... ja im letzten Jahr oder anderthalb Jahre nicht mehr so viel suchstens gemacht wurde, weil ich einfach gemerkt habe... Ich muss schauen, dass sie selber zu meinem Zeug kommen.

00:31:50: Dass sie wirklich nicht mein eigenes Projekt für Nachlässungen mit all dem, was ich sonst noch mache und um mich herum wird es dann schnell einmal etwas zumatschen.

00:32:03: Letztes Jahr kam ein IP von dir raus.

00:32:06: Wie ist die weitere Zukunft planend?

00:32:11: Lohnt es sich überhaupt noch zum Alben machen in der heutigen Zeit oder denkst du einen an den nächsten IP umeinander, oder einer sonst?

00:32:22: Monitär war das nicht lukratives Abend zu bringen.

00:32:31: Ich habe auch erst ein Album rausgebracht, bis jetzt.

00:32:35: Das war mein Debi-Album und sieht eigentlich nur Singers und E-Pies aus.

00:32:40: Das wird für mich zukünftig der Weg sein, weil ich finde ... Ja... Jeden Song ist so eine lange aufwendige Prozesse.

00:32:54: Es kostet so viel Geld mit dabei einen Song herauszubringen.

00:33:01: Darum setze ich wirklich mehr auf Singles und es wird dann auch wieder ein EP rauskommen.

00:33:06: Aber ich habe das bei den letzten Epis wahnsinnig konzeptionell gedacht, weil mir das wichtig ist.

00:33:15: Ich kann gerne roten Faden über eine solche Zeitperiode von Musik aus bringen.

00:33:21: Wenn ein EP herauskommt, muss das Artwork irgendwie alles schön zusammen matchen.

00:33:29: Ja, es muss irgendwo eine Linie haben.

00:33:31: Und das würde ich jetzt bei der nächsten EP wegkommen.

00:33:36: oder ich werde jetzt einfach wie ein Song für Song arbeiten und dann mal schauen wie ich den Rotfaden spinne.

00:33:44: aber dass sie mich dort nicht selber limitieren.

00:33:48: Aber Limitieren ist das Einten und das andere ist auch ein bisschen, dass du schon etwas Form hast oder wenigstens richtig, weil wenn du keine Begrenzungen hast Dann weisst du vielleicht auch gar nicht, wo es wirklich

00:34:00: geht.

00:34:00: Ja, das stimmt.

00:34:02: Wo anfangen und aufhören.

00:34:03: Das stimmt.

00:34:04: aber ich glaube auch dort ist so ein bisschen der Erfahrungswerte, die mir hier mega hilft.

00:34:11: Also einerseits musikalisch hat sie eine sehr klare Linie.

00:34:18: Das ist cool wenn du das schon jahrelang machst, dass du im Studio gehst mit den ähnlichen Leuten immer wieder zusammen schaffst Jetzt in den letzten zehn Jahren wirklich gelehrt, ganz klar meine Vorstellungen im Kopf.

00:34:36: So könnte es kommunizieren, dass ich der Produzent auch verstehe

00:34:40: und

00:34:41: checkt, was ich meine.

00:34:42: Und ich kann auch merken, dass meine Visionen mir Sachen vorstellen, die das wirklich funktioniert.

00:34:51: musikalisch.

00:34:52: Ich glaube so aus musikalischer Sicht ... Ich habe eine ganz klare Linie, aber das andere große Thema ist einfach alles visuell mit einem mehr so dieses Konzept.

00:35:05: Und dort habe ich auch schon gemerkt, dass ich Sachen zerdenke, mit gewissen Hinzen und versteckten Hinweisen noch nicht so geschafft habe oder?

00:35:22: So Sachen, die Leute in der schnellen Social-Media-Welt finden auf Social Media statt.

00:35:29: Der visuelle Output...

00:35:32: Da muss irgendwie Taylor Swift sein?

00:35:34: Ja!

00:35:35: Dass

00:35:35: da die Leute

00:35:36: ins Rabbit Hole sind.

00:35:37: Ich glaube nicht dass es Leute gibt oder vielleicht unsche mir auch.

00:35:40: Oder

00:35:41: Nick Mallow und Rabbit Hole.

00:35:42: Genau, ich glaube nicht.

00:35:46: Die meisten Leute funktionieren und ich im Übrigen auch so zu neunzig Prozent dass ich Sachen sehe und für mich entscheidend gefällt mir das oder nicht.

00:35:57: Weniger so, ah ok, es hat er dort schon mal gemacht, darum ist jetzt das Match zu mega zusammen.

00:36:03: Ich glaube wenn sie überhaupt nicht passt, so einzelne Songs oder Videos oder so dann fällt's darauf.

00:36:16: Dann denkst du höh?

00:36:19: Aber ich glaube ja, da dürfen wir auch ein bisschen... Tempen rauszunehmen.

00:36:25: Und ich habe schon gemerkt, dass wir darauf gestellt haben, dass die Rästhetik wichtig ist?

00:36:30: Ist das etwas gewesen, was du als Kind gemerkt hast?

00:36:33: oder finde es cool, wenn etwas schön aussieht?

00:36:35: Oder hast du irgendwie auch gemalt oder sonst etwas ausgelebt?

00:36:39: Ich

00:36:41: war leider nie so talentiert mit Möhlen und Zeichnen.

00:36:47: Ich hatte vielleicht auch die Geduld nicht so.

00:36:55: Ja, also das Sinn für Ästhetik ist mir auch noch mal gewachsen.

00:37:03: Was ich schon immer gehabt habe als Kind war, dass es so ... gibt es Bedürfnisse, dass Sachen ordentlich sind und diese Strukturen haben.

00:37:16: Hast du das als Kind auch schon gehabt?

00:37:18: Wenn die Zimmerest müssen aufräumen!

00:37:24: Ich glaube... Wir haben früher nicht so in einer grossen Wohnung gewohnt.

00:37:30: Wir waren recht auf engem Raum.

00:37:33: Und darum wurde uns das immer eintrichtert, also mit der Ohrung und mir war es auch darum schon immer wichtig.

00:37:41: Das Sachen irgendwie ... Da ist es vielleicht auch fast ein bisschen ...

00:37:47: Ein bisschen zwanghaft?

00:37:48: Ja, fast ein wenig zwanghaft.

00:37:50: Dass ich manchmal wirklich die Sache mit Symetern sehe oder so.

00:37:56: Genau.

00:37:57: Seht ihr auch anders rauskommen können, wenn das früher noch so krass prägig war von den Eltern?

00:38:01: Dass du dann gerade ausbrechen willst und es ganz anders machen.

00:38:04: Ja, das stimmt.

00:38:06: Aber bei mir ist das nicht so rausgekommen.

00:38:09: Aber sonst kreative Sachen.

00:38:11: Ich muss gerade studieren.

00:38:14: Mein Talent liegt schon sehr stark auf der Musik.

00:38:19: Ich hätte beispielsweise mal einen Geigenbauer werden

00:38:22: wollen.

00:38:22: Ah ja wirklich!

00:38:25: Weil ich selber Geigen gespielt habe.

00:38:28: Sehr lang.

00:38:30: Es wäre ein Fernseher gewesen, dass wir mal studieren und dann

00:38:33: vielleicht ...

00:38:36: Ja wirklich violinist zu werden.

00:38:38: Das habe ich aber wieder verworfen.

00:38:41: Wieso?

00:38:42: Weil ich einfach gemerkt habe... Ich habe einen Leer gemacht als Gitarreverkäufer und ich habe gemerkt, dass ich es v.a.

00:38:50: auf Bühne.

00:38:52: Und ich glaube wenn du ... Als Violinist, Jazz-Schule machst du... Also Klassik werde ich nicht in die Frage kommen.

00:39:01: Ich habe mich wirklich im Jazz und Tango und so weiter nach Hause gefühlt.

00:39:08: Dann hätte ich mir glaube sehr ... wäre ich sehr nischtig unterwegs zu sein.

00:39:13: Und einfach den Songwriting entdecken und das Gitarren spielen und singen.

00:39:16: Und dann habe ich gemerkt okay, ich glaube das muss ich machen!

00:39:20: Aber eben so als ... Als Teenager bin ich in die Gigabow-Werkstatt gekommen.

00:39:26: In der Absicht, dass er den Beruf geschnuppert hat und mir vorgestellt, das wäre eigentlich etwas Megaschönes und auch weggemächt.

00:39:35: Das liegt mir überhaupt nicht.

00:39:37: Also du willst nicht zu dem Handwerk von Vistafiligran oder Holzallergie?

00:39:43: Nein einfach... Ja, ich habe das nicht genau hergebracht.

00:39:48: Er hat mir gesagt, jetzt kannst du mal über mit dem Holz und dem Hobel.

00:39:51: Und dann wäre es irgendwie drei Millimeter gewesen.

00:39:54: Ich habe drei Zentimeter abgehoben einfach so... Das wird dann etwas

00:39:58: schwieriger?

00:39:59: Nein,

00:39:59: dass ich glaube

00:40:00: ... Stradivare wirst nie bauen!

00:40:05: Genau.

00:40:06: Aber dass sie genau arbeiten finde ich auch ganz schwierig.

00:40:09: Weisst du auch schon bei Geometrie früher oder so, wenn es ganz genau hätte müssen sein?

00:40:14: Da bin ich irgendwie nie gut gesehen.

00:40:16: Ja

00:40:17: ja eben das ist noch lustig!

00:40:19: Ich hasse gerne genau aber selber so handwerklich mega präzise schaffen dass... Also das habe ich erst später würde ich sagen... ...gelehrt.

00:40:30: Ich bin halt ohne die Inputs eigentlich aufgewachsen und später jetzt mit meinen Steifadressieren wirklich handwerklich unglaublich begabt.

00:40:44: Und zwar in jedem Bereich.

00:40:46: Damals, so ... In den sechziger Jahren hat man noch eine generalistische Mechaniker-Lehr gemacht und dort musste auch ziemlich von allem etwas können und Bescheid wissen mit der Hand.

00:41:03: Ja, von diesem darf ich heute noch profitieren.

00:41:06: Wenn es zum Beispiel darum geht beim Gamperbüsschen oder beim Ausbau etwas zu optimieren, das habe ich mit ihm können machen und habe gemerkt, okay, es macht mir eigentlich Spass und man kann auch Sachen wirklich einfach lehren, wenn man nicht wahnsinnig talentiert ist.

00:41:24: Das ist ja so.

00:41:26: Ist immer gut, dass man so jemand in der Familie hat.

00:41:27: Bei mir ist er Schweigervater?

00:41:30: wo wirklich in jedem Bereich alles handwerklich kann.

00:41:33: Und wir freuen uns schon, wenn er benzeniert ist und seine Fassade nachher renovieren kann.

00:41:39: Ja, Fassaden sind also Striche?

00:41:42: Ja, du wirst es halt dann wie auch noch isolieren.

00:41:45: Ah ok, ja.

00:41:47: Das ist ...

00:41:49: Strichen selber finde ich eigentlich noch cool an zum Selber machen.

00:41:53: Dann

00:41:53: haben wir auch schon vieles selbst gestrichen und so.

00:41:56: Aber ich glaube, Fassade ist ein allumfassendes, wortwörtliches Projekt.

00:42:01: Absolut ja!

00:42:03: Das ist auch etwas, das man sich nicht selber macht – es ist wahnsinnig teuer.

00:42:09: Es lohnt sich aber nicht selbst zu machen, wenn man sie so nie gemacht hat.

00:42:16: Die aktuelle Song «Vergiss mein Nicht»

00:42:21: vergibt mich

00:42:22: nicht.

00:42:24: Ist es deine Lieblingsblume oder hat sich das einfach gut an den Boden als Songtitel?

00:42:29: Es war die Lieblungsblume meiner Grossmutter.

00:42:37: Sie ist eine Person, die sehr viel vergessen wurde im Leben.

00:42:44: Sie war ein unheiliges Kind.

00:42:49: Sie hätte es de facto nicht vergeben

00:42:52: dürfen.

00:42:54: Ja, ihre Mutter bekam sie mit siebzehn.

00:42:59: Und ja ... Sie wurde dann sehr schnell weggegeben für den Kind.

00:43:05: Das ist ein sehr dunkles Kapitel in der Schweizer Geschichte, wo man in den letzten Jahren vieles aufgearbeitet hat, aber die immer noch betroffenen teilweise leben und von dem berichten.

00:43:20: Es finde es unheimlich schlimm, was damit passiert ist.

00:43:22: mit den Kindern, die weggegeben wurden.

00:43:28: Das ist einfach ein innerliches Loch, das sie das Leben lang begleitet hat, sodass nicht der Wünsch zu sein oder keinen Platz auf dieser Welt zu haben.

00:43:45: Und selbst war sie komplett das Gegenteil.

00:43:48: Sie war eigentlich ein Mensch ... die unglaublich viel gegeben hat, um zu schauen, dass es anderen gut geht.

00:44:00: Dass z.B.

00:44:00: bei den Nachteilen die Familien mit Kindern aus dem Dorf mit auf die Schulreise können.

00:44:08: Meine Großeltern haben dann ... Der Siebentzigerjahr hat einen grossen wirtschaftlichen Aufschwung erlebt mit einem eigenen Spengler-Geschäft.

00:44:17: Und das ist floriert und sie hatte dann wirklich viel Geld.

00:44:19: Also aus der totalen Armut haben sie

00:44:23: wirklich

00:44:25: den wirtschaftliche Ausstieg damals deutlich miterlebt so, sind aber nie besitzergreifend gewesen oder geizig.

00:44:36: Wir wollen mehr und mehr, sondern es war immer das, was wir geben wollten.

00:44:42: Ja, mich hat das Thema beschäftigt.

00:44:47: Meine Grossmutter ist nicht die einzige, in der ich in diesem Zusammenhang gekennen habe, dass sie immer mehr gegeben hat als sie bekommen hat, sondern es gibt verschiedene Menschen in meinem Leben, die so sind.

00:44:58: Vielleicht kennst du auch Leute, die irgendwie einfach gute Seele sind und ein Umfeld gewöhnt sich manchmal allzu sehr total an.

00:45:08: Und das sind dann auch diejenigen, die häufig vergessen gehen.

00:45:13: Ja.

00:45:14: Und bei diesem Song ist es wirklich so... Ich habe den mit der Songwriterin aus Australien mit Daniel Lamp geschrieben, auch hier in dem Garten und wir haben eben die Ziele miteinander gewählt und verschiedene Sachen ausprobiert und lustigerweise sie dann mit dem Forget Me Not zu kommen.

00:45:41: Bei mir ist einfach alles so

00:45:42: Pum!

00:45:44: Und es war so krass.

00:45:47: Ich bin jetzt nicht wahnsinnig spirituell oder so, dass ich das Gefühl habe, okay, da ist jetzt irgendwie eine Schicksale und so... Und

00:45:54: wie eine Verbindung?

00:45:55: Aber

00:45:56: das hat mich geläscht!

00:45:57: Weil es ist so ... Okay, hier geht's um eine Person, die sie nicht kennt.

00:46:02: Und diese Person vergiss, wenn ich wirklich das Leben als Lieblingsblumen hatte.

00:46:08: Es ist irgendwie so ein und ein, dass sie einfach zusammenkommt.

00:46:13: Es ist irgendwie auch so doppeldeutig, dass sie die Blumen als Lieblingsblumen gehabt hat.

00:46:18: Und Zellproff vergessen kann.

00:46:20: Ja und der heisse Vergissmeinigt oder?

00:46:22: Irgendwie das klasse.

00:46:26: Das war sicher auch eben so ein Magic Moment.

00:46:29: Absolut!

00:46:30: Genau so einen Moment wo du denkst wow,

00:46:33: wow, warum?

00:46:34: Ein bisschen in den Ketchup befängt.

00:46:36: Oder aufs Mal kommt dann alles wahrscheinlich.

00:46:39: Akkreativität... Es fließt ineinander und es ergibt sich etwas konkreter.

00:46:46: Das sind genau so Sachen, die andere lösen können.

00:46:50: Ich glaube ein wenig wie in einer Therapie, bei der sich Dinge ansteuern.

00:46:57: Dann gibt's eine sensible, empathische Person, die rauskommt und das kann auslösen.

00:47:06: Und dann fließts!

00:47:07: Es ist unglaublich, wenn man das an einem Nachmittag oder oben den Stand bringt.

00:47:19: Man vergisst alles rundherum und das ist krass!

00:47:23: Für diesen Moment lebe ich schon immer noch.

00:47:27: Du hast auch in einem Post geschrieben, wo du so einen Ausschnitt aus dem Konzert postet hast... Auch für so live Momente, wo alle auch mitgehen, lohnt sich so Unsicherheiten und Selbstzweifel.

00:47:41: Und eben auch das, was wir so ein bisschen angesprochen haben.

00:47:45: Mähkst du es dann auch schon im Moment von einem Konzert?

00:47:49: Oder vielleicht erst bei einem Schlußapplaus oder erst dann im Nachhinein wenn es vorbei ist?

00:47:54: dass du merkst, hey doch es lohnt sich mega alles was du investierst wo du leidest.

00:48:00: Ja das ist ein bisschen unterschiedlich.

00:48:02: Es ist natürlich auch so, dass ich im Moment selber versuche alles so gut wie möglich zu machen und sehr im Fokus bin.

00:48:12: aber ja dann spätestens wenn ich nachher merke okay die ganze Anspannung fällt ab.

00:48:18: jetzt ist einfach nur noch schön als Output gegeben habe, kommt jetzt wieder zurück und füllt mich wieder.

00:48:32: Spätestens wenn du dann auch nachher so Fotos und Videos angeschaut hast, merkst du wow okay.

00:48:39: Das gibt es, das ist schon häufig auch nach her.

00:48:41: Ja.

00:48:42: Jetzt habe ich gesehen auf deiner Homepage, dass im Moment gegrosser oder keine Shows angekündigt sind.

00:48:48: Wie sieht's denn hier?

00:48:49: Im Live-Bereich

00:48:50: aus bei Nick Mellon?

00:48:51: Ich konnte die ehrlich gesagt noch nie gehen.

00:48:55: Diese Tage habe ich jetzt in der Fähre gewesen, aber es stehen definitiv schon ein A an bis Ende Jahr.

00:49:00: Also vier

00:49:00: oder

00:49:01: fünf Daten auf jeden Fall, wo man mehr oder uns noch live sieht.

00:49:07: Zwei Klubkonzerte wieder mit der Band.

00:49:09: Das ist auch etwas, das ich wieder angefangen habe ... Ja, mit der BAND aufgeräten.

00:49:18: etwas, was ich lange nicht so gemacht habe.

00:49:21: Aber es ist super cool.

00:49:23: und dann ja ein paar kleine Sachen, aber das wird jetzt gerade nach dem Podcast

00:49:30: aufgeschaltet.

00:49:31: Du kannst auch gerne sagen, wo man dich sieht wenn du auswendig weisst oder zumindest dort zu tropfen?

00:49:35: Ja also das eine geht hier in Aarau.

00:49:43: Ist der Stil am sechsten Im September, es müsste Sonntag sein.

00:49:48: Es gibt ein Bahnhof-Festival, so wie Jubiläum.

00:49:53: Dort spiele ich am Nachmittag an der Rühe, wenn's mir recht ist.

00:49:57: Genau, das gratis Bühne, live Bühni Solo dann.

00:50:01: Dann am drittenen September spiele Ich am Generationenfestival in Thun im Duo und dann ist es den siebzehnte Oktober, wo ich mit der ganzen Band ... Im Herdöpfe von Kellerts, das

00:50:17: Schöften

00:50:17: Spiel.

00:50:17: Kennst du wahrscheinlich?

00:50:19: Ja,

00:50:19: sehr schön!

00:50:21: Super cool ist schon das dritte Mal, wo wir dort gehen.

00:50:23: Ein richtig tolles Kultur- und Kunstlokal bei FN.

00:50:30: Und dann müsste es noch am sechsten November sein in... Niederlands im Kohlekeller,

00:50:37: könntest du auch.

00:50:38: Das ist eine kleine Keller-Tour.

00:50:41: Sehr schön!

00:50:42: Genau.

00:50:42: und dann ist noch etwas im Dezember aber das wird ich dann auch anerkündigen.

00:50:47: Und nächstes Jahr dann das Agogia Fest.

00:50:49: Joa hoffentlich!

00:50:51: Also falls der Podcast los geht in die Organisatur des Agogianfestes Könnte ich es eigentlich beide einladen?

00:50:58: Jo, dann wette ich etwas.

00:51:00: Nein aber du jetzt also... Das ist überfällig, sag ich nicht so an.

00:51:03: Überfälliger,

00:51:04: wie das sagt.

00:51:05: Dann

00:51:05: legen wir uns jetzt fest.

00:51:06: Hey danke dir vielmals für dieses wirklich sehr schönen Gespräch und weiterhin viel Erfolg!

00:51:12: Und mal schauen was wir aus dem Song machen.

00:51:16: Was habe ich gesagt?

00:51:20: It's not that deep.

00:51:21: Könnt ihr wirklich mal in eine Session bringen?

00:51:24: Ja,

00:51:24: voll gut.

00:51:25: Da

00:51:25: kommst du gleich ein bisschen Credit zu über.

00:51:29: Ist

00:51:29: gut, super!

00:51:30: Herzlichen Dank und danke vielmals fürs Losen von dem Podcast.

00:51:34: Folgen gerne drei und wenn es noch nicht gemacht habt, dann gerne fünf Sternen.

00:51:38: Danke vielmals.

00:51:39: Tschüss.

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